Leistungsprüfung Branddienst

Seit Anfang 2018 wird bei den Feuerwehren Oberösterreichs die Leistungsprüfung "Branddienst" durchgeführt. Diese Prüfung ist, analog der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ für den technischen Bereich, eine Ausbildungs- und Wissensstandsüberprüfung für Brandeinsätze.

 

Ziele der Leistungsprüfung Branddienst

Die Leistungsprüfung Branddienst ist ein Mittel zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse der Tätigkeiten in der Löschgruppe/Tanklöschgruppe um ein geordnetes, sicheres und zielführendes Zusammenarbeiten beim Löscheinsatz zu gewährleisten. Ein Fokus wird dabei auf Gerätekunde, die Lage-Erkundung und Befehlsgebung sowie sicheres praktisches Arbeiten gelegt.

Die Leistungsprüfung Branddienst unterstützt die Ausbildung der Feuerwehrmitglieder und ist deshalb ein wichtiger Ausbildungsschritt für einen reibungslosen Einsatzablauf. Das Ziel der Leistungsprüfung Branddienst ist unter anderem auch eine Qualitätskontrolle des Ausbildungsstandes und soll der einzelnen Feuerwehr selbst die Überprüfung des Ausbildungserfolges ermöglichen.

Fehler werden umso höher bewertet, je mehr diese die Mannschaft bzw. den Einsatzerfolg gefährden würden. Die Leistungsprüfung ist in einem festgelegtem Zeitfenster zu absolvieren Rekordzeiten sind dabei unerwünscht.

 

Herausforderung: Drei verschiedene Brandszenarien

Die Herausforderung bei der Leistungsprüfung Branddienst ist es, dass bereits in der Stufe Bronze aus drei möglichen Brandszenarien gezogen wird. Der Gruppenkommandant und die Gruppe erfährt so erst unmittelbar vor Beginn, welches Brandszenario abgearbeitet werden muss.

Mögliche Szenarien sind:

Heckenbrand mit Ausbreitungsgefahr auf ein Nachbarobjekt
Holzstapelbrand mit großer Hitzestrahlung (bei einer TLF Gruppe wird anstelle des Holzstapelbrandes ein Zimmerbrand durchgeführt)
Flüssigkeitsbrand
Die Abnahme kann sowohl mit einem Löschfahrzeug als auch mit einem Tanklöschfahrzeug absolviert werden, ebenso sind verschiedene Löschwasserentnahmestellen verwendbar. Bei einem Flüssigkeitsbrand und einem Zimmerbrand kommt zudem der Atemschutz zum Einsatz

 

Textquelle: OÖLFV