Am Donnerstag, 06. August 2026, stand bei der Monatsübung der Freiwilligen Feuerwehr Eggelsberg die Personenrettung nach Verkehrsunfällen im Mittelpunkt. Dafür wurden zwei unterschiedliche Übungsszenarien vorbereitet, bei denen jeweils Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt waren.
Das erste Übungsszenario führte die Einsatzkräfte in den Bereich Weinberg. Dort war ein PKW von der Fahrbahn abgekommen und seitlich zum Liegen gekommen. Nach dem Absichern der Unfallstelle wurde das Fahrzeug stabilisiert und die eingeklemmte Person durch den Inneren Retter betreut. Diese unmittelbare Betreuung im Fahrzeug ist ein wesentlicher Bestandteil der Personenrettung, da sie der verletzten Person Sicherheit gibt, eine laufende Einschätzung ihres Zustands ermöglicht und die weiteren Rettungsmaßnahmen begleitet. Gleichzeitig bereitete die Mannschaft die technische Rettung mit dem hydraulischen Rettungsgerät vor. Anschließend konnte die Person über einen geeigneten Rettungsweg möglichst schonend aus dem Fahrzeug befreit werden.
Im Anschluss folgte am Gelände des Einsatzzentrums ein deutlich umfangreicheres Szenario. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit zwei ineinander verkeilten PKW, an dem zusätzlich zwei Fahrräder beteiligt waren. Auch hier galt es zunächst, die Einsatzstelle abzusichern, die Fahrzeuge zu stabilisieren und die verletzten Personen zu versorgen. Danach wurden mit dem hydraulischen Rettungsgerät die erforderlichen Rettungsöffnungen geschaffen und die Eingeklemmten aus den Fahrzeugen befreit.
Der Schwerpunkt der Übung lag neben der Absicherung und Erstversorgung vor allem auf einem koordinierten und möglichst effizienten Vorgehen bei der technischen Personenrettung. Ebenso wichtig war die Betreuung der Betroffenen durch die Einsatzkräfte, insbesondere durch den Inneren Retter. Auch diese Aufgabe muss regelmäßig geübt werden, da neben dem sicheren Umgang mit den Geräten vor allem eine ruhige, abgestimmte und kontinuierliche Betreuung der verletzten Personen wesentlich für einen geordneten Rettungsablauf ist.
Verkehrsunfälle zählen für die FF-Eggelsberg zu den regelmäßig wiederkehrenden Einsatzszenarien, insbesondere entlang der stark befahrenen B156. Im Ernstfall können dabei wenige Sekunden entscheidend sein. Umso wichtiger ist es, sowohl die erforderlichen Rettungstechniken als auch die Zusammenarbeit und Personenbetreuung regelmäßig zu trainieren und den sicheren Umgang mit den technischen Geräten zu festigen.
Die FF-Eggelsberg nahm mit RLF, KDOF und 15 Mann an der Übung teil.
